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Dresdner Schloss, Englische Treppe, Stuckdekorationen, Anfang 19. Jh. Untersuchung und Erstellung einer Konzeption für die Konservierung Im Ostflügel des Dresdner Schlosses befindet sich die sogenannten Englischen Treppe. Hier haben sich in Teilbereichen Wandgliederungen mit Stuckdekorationen erhalten, die größtenteils gegen Ende des 19. Jahrhunderst entstanden. Trotz der massiven Zerstörung während des Zweiten Weltkrieges gibt der erhaltenen Bestand einen Eindruck über die ehemals vielfältige Ausgestaltung des Innenraumes. Die vorhandenen Putze, Stuckaturen und Fassungen waren Gegenstand vorangegangener Untersuchungen, bei denen sondierend Materialien analysiert, Stratigrafien begutachtet und Schadensursachen erforscht wurden. Mit der denkmalpflegerischen Zielstellung einer Wiederherstellung des Zustandes von 1896 verband sich die Forderung, den Bestand an Putzen und Stuckdekorationen so weit als möglich zu erhalten und konservatorisch zu sichern. Mit der vorliegenden Arbeit wurde ein Konzept für die konservatorische Bearbeitung entwickelt. Dazu wurden zunächst verschiedene Materialien und Techniken im Kleinen ausgetestet und beurteilet. Anschließend erfolgte die Umsetzung der ausgewählten Verfahren im Bereich zweier Probeflächen und eine Beurteilung der Ergebnisse. Die vorgeschlagenen Maßnahmen berücksichtigen dabei den zum Teil stark fragmentarischen Erhaltungszustand und die besondere Problematik bauschädlicher Salze, mit der sich die Forderung verbindet, einen Wassereintrag bei der Behandlung möglichst zu vermeiden. |
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Historische Aufnahme der Englischen Treppe von 1896. |
Probebereich nach der Konservierung. |
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Konservierungskonzept Für die Herleitung des
konservatorischen Handlungsbedarfs war zunächst eine vertiefende
Untersuchung des Zustandes erforderlich. Dazu wurde ein Katalog von
Schadensphänomenen und eine Zustandskartierung für die Probeflächen
erstellt. Auf dieser Grundlage konnten dann verschiedenen Materialien und
Techniken ausgetestet werden. Die zu erprobenden konservatorischen
Techniken konzentrieren sich dabei auf folgende Maßnahmen:
Mit den vorgeschlagenen konservatorischen Maßnahmen war es möglich einen Großteil der stark geschädigten Stuckdekorationen und Putze der Englischen Treppe zu erhalten. Dabei ist die Konsolidierung gelockerter und absturzgefährdeter Substanz eine der größten Herausforderungen bei der Umsetzung des Konzeptes und ist teilweise mit einem hohem Bearbeitungsaufwand verbunden. Durch die erfolgreiche Anwendung der Verfahren im Bereich der Probeachsen wurde eine Planungsgrundlage geschaffen, auf deren Basis der konservatorische Umfang genauer abzuschätzen ist. Mit den vorgeschlagenen
Materialien und Techniken gelang eine ausreichende Stabilisierung und
Sicherung des Bestandes. Zudem wurde durch die Reinigung der Oberflächen
und die Abnahme lockerer oder verkrusteter brandgeschädigter
Fassungsreste eine Grundlage geschaffen, die eine Einbindung originaler
Substanz bei der zukünftigen Rekonstruktion ermöglicht. Dabei gewährleistet
die erreichte Tragfähigkeit und Stabilität des Untergrundes den Auftrag
einer Farbfassung sowie die Ergänzung verloren gegangener
Stuckdekorationen und Putze mit den geeigneten auf das Original
abgestimmten Materialien. |
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Bestandskartierung mit Flächenberechnung, Detail Sudwand. |
Zustandskartierung mit Flächenberechnung, Detail Sudwand. |
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Bestands- und Zustandserfassung Da sich der Erhaltungszustand zum Teil stark unterscheidet, ist auch nach der Erstellung der Probearbeiten der erforderliche Konservierungsaufwand nur schwer zu überschauen. Eine realistische Einschätzung des Umfangs war nur auf Grundlage einer Zustandskartierung möglich, mit deren Hilfe eine genaue Festlegung der zu erhaltenden Bereiche vorgenommen werden konnte. Die Erfassung der Schäden beschränkte sich auf die wesentlichen Phänomene. Es wurden nur solche berücksichtigt, die ein eventuelles konservatorisches Eingreifen erfordern. Die Ermittlung des Flächeninhalts ermöglichte anschließend eine statistische Auswertung der erfassten Phänomene und die genaue Kalkulation der für die Konservierung relevanten Flächen. |
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Bearbeitungszeitraum: März/ April 2008 Auftraggeber: Sächsisches Immobilien- und Baumanagement, Dresden Auftragnehmer: Dipl. Restaurator Martin Lehmann, Dresden
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